
Ihren Ursprung hat die Injektions-Lipolyse in der Prophylaxe von Fettembolien. Die chemische Verbindung aus Phosphatidylcholin, gewonnen aus der Sojabohne und Desoxycholate löst Fettgewebe auf, indem es die Zellmembran der Fettzellen aufbricht. Das freigewordene Fett wird durch Emulgieren in kleine Tröpfchen zerlegt und über die Blutbahn und die Leber ausgeschieden. Dieser Prozess ähnelt dem natürlichen Ablauf im Organismus. Bis zum vollständigen Abbau der Fettzelle dauert es ca. 8 Wochen. In der ästhetischen Medizin ist der Wirkstoff als „off-label-use“ zur typischen Behandlung von kleinen Fettpolstern, wie Hängebacken und Doppelkinn, zugelassen.
Der Wirkstoff wird entweder mithilfe des modernen Mehrnadel-Vakuum-Systems oder durch wenige Einzelinjektionen mit feinsten Nadeln in das Fettgewebe des entsprechenden Areals nahezu schmerzfrei infiltriert. Auf Wunsch kann jedoch die zu behandelnde Hautstelle vor der Behandlung mit einer betäubenden Creme schmerzunempfindlich gemacht werden. Die Behandlung dauert ca. 15 Minuten.
Die Anzahl der notwendigen Behandlungen hängt vom Ausgangsbefund und der persönlichen Zielerwartung ab. Je öfter behandelt wird, desto stärker zeigt sich der Effekt. Nach 2-3 Behandlungen im Abstand von 6-8 Wochen zeigt sich meist ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Bei der Injektions-Lipolyse kommt es lediglich zu harmlosen Begleiterscheinungen, die durch die in der Fettzelle hervorgerufene Entzündung und den ausgelösten Verstoffwechselungsprozess hervorgerufen werden. Dazu gehören Juckreiz, Schmerzen, Rötung und deutliche Schwellung für 3-5 Tage im Behandlungsareal Blutergüsse und Infektionen sind sehr selten. Gelegentlich können Unregelmäßigkeiten auftreten. Generell sollten keine Injektionsbehandlungen bei Infektionen im Behandlungsareal (Herpes, stärkere Akne, Zahnentzündung) oder bei Immunsuppression, Gerinnungsstörungen oder Schwangerschaft durchgeführt werden. Kontraindikation ist eine Soja-Allergie.
